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Die Setzerei will mehr: Sie zielt auf Relevanz. Auf Substanz. Auf das, was aus Gesprächen erwachsen kann - gemeinsames Nachdenken, Verantwortung und gestaltende Energie.
Hier begegnen sich Menschen aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft - um neue Narrative zu entwickeln, Horizonte zu öffnen und tragfähige Impulse zu setzen.
In einer Zeit wachsender Polarisierung und zunehmender Erschöpfung im politischen Diskurs braucht es solche Orte. Räume, in denen Vertrauen entstehen kann - durch Austausch, durch Ernsthaftigkeit, durch Resonanz.
Michael
Müller
"Wir erleben eine Zeit tiefgreifender Umbrüche: Internationale Krisen, gezielte Angriffe auf unsere Demokratie, ein sich auflösender parteipolitischer Konsens, zunehmende soziale Spannungen und gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen, In vielen politischen Funktionen in den letzten Jahren und insbesondere bei zahlreichen Veranstaltungen in meinem Wahlkreisbüro wurde deutlich: das Bedürfnis nach ernsthaften, respektvollen und offenen Debatten ist groß. Nach den vielen Jahren in politischer Verantwortung weiß ich, wie wertvoll Räume sind, in denen nicht nur diskutiert, sondern auch gemeinsam weitergedacht und gesellschaftliche Verantwortung geteilt wird. Genau dafür steht nun ein solcher Ort:
Die Setzerei/ The Compositor"

Warum Die Setzerei ?
Inspiriert vom Buchdruck als Sinnbild für das sorgfältige Zusammensetzen von Gedanken und Perspektiven, steht die Setzerei für ein Format, das über das gesellige Gespräch hinausgeht. Sie schafft einen Raum, in dem nicht nur Worte, sondern Haltungen und Ideen Gewicht bekommen - mit dem Ziel, neue Impulse zu setzen, Verantwortung zu teilen und gesellschaftliche Gestaltung anzustoßen.
Lieblingsorte der Berliner Morgenpost

Bildrechte: Jörg Carstensen / FUNKE Foto Services
Mit dem ehemaligen "Regierenden"
durch den Bezirk seiner Kindheit
Viel Grün, viel Ruhe, aber auch großstädtische Infrastruktur:
Michael Müller (SPD) zeigt die Gartenstadt Neu-Tempelhof und erklärt das ungewöhnliche Wohnviertel.
Von Andreas Abel / Berliner Morgenpost / Ausgabe Nr. 206
Wenn es um die Frage geht, welcher Berliner Stadtteil wohl der schönste ist, landet Tempelhof in aller Regel nicht auf dem Siegerpodest. Der ehemalige Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist da ganz anderer Ansicht. Sein Lieblingsort ist die Gartenstadt Neu-Tempelhof, eine ab dem Jahr 1911 westlich des Tempelhofer Damms entstandene Wohnsiedung. Seit der Zeit des Nationalsozialismus ist sie auch unter dem Namen „Fliegerviertel“ bekannt, weil etliche Straßen nach deutschen Jagdfliegern benannt wurden. Mehr als 16.000 Menschen leben dort. Neu-Tempelhof liegt auf einem klar abgegrenzten, 145 Hektar großen Gebiet zwischen der Dudenstraße im Norden, dem Tempelhofer Feld im Osten, der Ringbahn und der Stadtautobahn im Süden sowie der Bahnstrecke Berlin–Dresden im Westen. Städtebaulich weist die Siedlung Unterschiede auf, denn die Bebauung erstreckte sich über fast sechs Jahrzehnte. Mehrfach wurde das Baukonzept verändert. Diese Änderungen sorgen für einen Mix, der Michael Müller sehr gut gefällt. Seit vielen Jahren wohnt er im Quartier rund um die Manfred-von-Richthofen-Straße. „Die Gartenstadt ist, was für mich auch Berlin ausmacht: Ich habe einerseits viele grüne Oasen und andererseits die gesamte städtische Infrastruktur mit Ärzten und guten Einkaufsmöglichkeiten.“ Das Quartier sei schön und liege sehr zentral, man komme schnell überall hin. „Und die Gartenstadt ist auch wegen der Familiengeschichte mein Lieblingsort. Ich bin hier groß geworden. Meine Eltern haben die meiste Zeit ihres Lebens hier verbracht. Mein Sohn, meine Tochter und meine Mutter wohnen hier. Das verbindet natürlich auch mit so einem Ort.“ In der ersten Bauphase ab 1911 entstanden fünfgeschossige große Mietshäuser für ein gut situiertes Bürgertum im Nordosten des Gebiets. Der Plan, das gesamte Areal in dieser Weise zu bebauen, scheiterte nach dem Ersten Weltkrieg an Geldmangel. In den 20er-Jahren wurde dann die nach englischem Vorbild mit Gärten durchsetzte Kleinhaussiedlung errichtet, die eigentliche Gartenstadt Neu-Tempelhof. Sie ist das größte geschlossene Quartier dieser Art in Berlin. Dort stehen Einfamilienhäuser mit zwei Stockwerken. Es gibt zwei Haustypen: Die einen haben drei Zimmer, die anderen fünf. Die Gärten sind etwa 250 Quadratmeter groß, viele Häuser haben zusätzlich einen Vorgarten zur Straße hin. Vor rund 100 Jahren kosteten die Häuser 20.000 Mark. Heute müsse man für die begehrten Immobilien in Innenstadtlage eine Million Euro aufwärts hinblättern, erzählt man sich in der Nachbarschaft. „Hier findet ein Generationenwechsel statt. Jetzt kommen viele 30- bis 35-Jährige, die diese Häuser sehr schick gestalten“, sagt Müller. An mehreren Stellen der Gartenstadt öffnen sich kleine Plätze, die für einen dörflichen Charakter der Siedlung sorgen. Sie wird zudem durch den Adolf-Scheidt-Platz in ihrem Zentrum und den sogenannten Parkring geprägt. Der Parkring ist eine Abfolge schmaler Grünanlagen, die sich in Form eines Hufeisens durch die Siedlung ziehen. Ein Segment enthält sogar ein Gewässer, den Kynastteich.
„Hier können Kinder oft noch auf der Straße spielen“
Michael Müller kennt sich in der Gartenstadt bestens aus. Er ist, wie schon sein Vater, in Neu-Tempelhof aufgewachsen und hat die Tempelherren-Grundschule an der Boelckestraße besucht. Alle seine Freunde hätten in der Gegend gewohnt, erzählt er. Gemeinsam seien sie durch die Gärten gezogen, die Siedlung sei ein großer Spielplatz gewesen. Auch heute sei sie „ein Paradies für Kinder. Hier können sie oft noch auf der Straße spielen.“ Der langjährige Spitzenpolitiker weiß, wo die schmalen grünen Verbindungswege zwischen den Wohnstraßen besonders attraktiv sind und einen diskreten Blick in die ansonsten gut abgeschirmten Gärten bieten. Er weiß auch, an welchen Eingängen zu diesen Wegen noch steinerne Putten auf den Torpfosten stehen, die es einst überall in der Siedlung gab. Zu vielen markanten Punkten der Siedlung hat er eine persönlicher Beziehung. Zum Beispiel zur markanten „Kirche auf dem Tempelhofer Feld“, der Rundkirche am Wolffring. „In dieser Kirche wurden mein Vater, mein Sohn und ich konfirmiert.“ Nicht weit entfernt von der Kirche ist das St. Joseph Krankenhaus. „Dort sind mein Vater, mein Sohn, mein Enkel und ich geboren – vier Generationen.“
Auch sein Berufsleben ist eng mit der Gartenstadt Neu-Tempelhof verbunden. Sein Vater Jürgen führte eine bekannte Buchdruckerei, erst an der Manfred-von-Richthofen-Straße, dann – gleich um die Ecke – am Bayernring. Viele Jahre betrieben Vater und Sohn Michael die Druckerei gemeinsam.
Vor allem aber kennt man Michael Müller als Politiker. Er war von 2014 bis 2021 Regierender Bürgermeister von Berlin, davor drei Jahre Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, zudem viele Jahre Vorsitzender der SPD Berlin. 25 Jahre lang, von 1996 bis 2021, gehörte er dem Abgeordnetenhaus an, hatte seinen Wahlkreis in Neu-Tempelhof. Von 2021 bis 2025 war er Bundestagsabgeordneter und dort vor allem Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Dann stellte ihn die Berliner SPD nicht mehr als Kandidaten auf.
Heute betreibt er „Die Setzerei“, einen 180 Quadratmeter großen Veranstaltungsort an der Bleibtreustraße 33 in Charlottenburg. „Das war mein Wahlkreisbüro als Bundestagsabgeordneter. Ich habe es erhalten als Treffpunkt für Diskussionen, Lesungen und Ausstellungen.“ Der Name spielt mit der Familiengeschichte der Druckerei. In den Räumen stehen auch Setzkästen und zwei wunderbare alte Druckmaschinen. Die „Setzerei“ versteht Müller als „Begegnungsort, an dem neue Ideen entstehen, gesellschaftliche Herausforderungen diskutiert und Impulse für die Zukunft gesetzt werden“. Im Juli hielt Altkanzler Olaf Scholz (SPD) dort einen Vortrag, im September kommt Jean Asselborn, der ehemalige Vize-Premierminister von Luxemburg.
Außerdem hat Müller zwei neue große Ehrenämter: „Ich bin seit einem halben Jahr Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Berlin. Und ich habe, gemeinsam mit Sabine Bergmann-Pohl den Co-Vorsitz der Deutschen Gesellschaft übernommen.“ Der Verein verfolgt das Ziel, Ost und West zusammenzuführen, das Miteinander in Deutschland und Europa zu fördern sowie Vorurteile abzubauen.
In der SPD hat Michael Müller keine Funktion mehr. „Ich bin ganz einfaches Basismitglied. Im Bundestag bin ich noch Mitglied der Enquetekommission Corona. Die SPD-Fraktion hat mich als Sachverständigen berufen, weil ich in der Zeit der Pandemie Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz war.“ Er wäre gerne noch für eine Legislaturperiode im Bundestag geblieben. „Besonders die Außenpolitik war und ist mir wichtig. Aber wenn die Partei es anders entscheidet, muss man das akzeptieren.“ Die aktuelle Politik und insbesondere die Lage der SPD verfolgt er natürlich weiterhin. „Auch mit Herzblut. Es ist schließlich meine Partei“, sagt er.
Buchvorstellung mit Prof. Dr. Varwick
Am 12.02.2026 stellte Prof. Dr. Varwick sein aktuelles Buch: "Stark für den Frieden" in der Setzerei vor.
Michael müller hilft award
Ein Abend der Anerkennung, des Engagements und der gesellschaftlichen Verantwortung
Am 28. November 2025 wurde in der Setzerei Berlin in Berlin-Charlottenburg erstmals der Michael Müller hilft Award verliehen. Die feierliche Veranstaltung würdigte Persönlichkeiten, die sich seit vielen Jahren mit außergewöhnlichem Einsatz für das Gemeinwohl engagieren und Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen.
Im Rahmen des Abends wurden folgende Preisträgerinnen und Preisträger für ihr nachhaltiges und vorbildliches Wirken ausgezeichnet:
Preisträger 2025
• Prof. Dr. Patrick Hundsdörfer
• Jochen Schropp
• Florian Schwiecker
• Ulla Schmidt
• Guido Hammesfahr
• Tom Lehel
Ihr Engagement steht exemplarisch für gelebte Solidarität, Menschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank und unsere hohe Anerkennung.
Darüber hinaus konnte dank der großzügigen Unterstützung aller Gäste, Förderer und Partner eine Spendensumme in Höhe von 5.000 Euro sowie zwei Urlaubsgutscheine an den Verein Icke in Buch e. V. übergeben werden. Diese Hilfe ermöglicht Familien mit chronisch erkrankten Kindern dringend benötigte Erholungszeiten und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Entlastung im Alltag.
Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, Sponsorinnen und Sponsoren, Helferinnen und Helfern sowie dem gesamten Organisationsteam, die mit ihrem Engagement und ihrer Verlässlichkeit diesen Abend erst möglich gemacht haben. Stellvertretend danken wir:
G-Cosmetic
BMU Veranstaltungstechnik
Aviva Catering
Reetlandhaus Rügen
Frank Awards
Crowne Plaza Berlin
Weingut Matthias Anton
Frameless by AL Group
Heidenpeters
Durstlager
M4Energy
Böckling
Goldbart Security
Sebastian Wender und Marcus Feld
Die durchweg positive Resonanz auf die erste Verleihung erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und Zuversicht. Daher freuen wir uns, bekanntgeben zu dürfen:
Der Michael Müller hilft Award wird 2026 in die zweite Runde gehen.
Wir blicken dieser Fortsetzung mit großer Freude und Verantwortung entgegen.
Mit herzlichem Dank
Ihr Michael Müller
Unsere nächsten Veranstaltungen
09.07.2026
20.07.2026
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