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Lesung mit Jean Asselborn
Jean Asselborn - Die Tour seines Lebens
1.000 Kilometer durch Frankreich – ein Leben für Europa
Eine spannende Reisereportage, ein feinfühliges Porträt und zugleich ein Stück Zeitgeschichte: Der Politjournalist Michael Merten hat Jean Asselborn auf einer 1.000 Kilometer langen Radtour durch Frankreich begleitet.
Dabei erzählt das Buch vom bewegten Leben eines Mannes, der fast zwei Jahrzehnte lang als Luxemburger Außenminister die europäische Politik mitprägte und sich leidenschaftlich für ein humanistisches Europa einsetzte. Die Reise führt durch idyllische Landschaften, auf den legendären Mont Ventoux, zu Asselborns persönlichen Lebensstationen und an die Schauplätze internationaler Diplomatie.
Jean Asselborn, 1949 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Steinfort geboren, arbeitete zunächst in einer Fabrik und später in der Stadtverwaltung. Mit 27 Jahren holte er sein Abitur nach und studierte Jura in Nancy. Anschließend wurde er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde – ein Amt, das er 22 Jahre innehatte.
Von 2004 bis 2023 war Asselborn Außenminister Luxemburgs und damit der dienstälteste Außenminister der Europäischen Union. In dieser Zeit prägten Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Brexit und die Corona-Pandemie die europäische Politik.
Seit seinem Ausscheiden aus der Politik schreibt Asselborn, hält Vorträge und widmet sich einer seiner großen Leidenschaften: dem Radfahren.
Mittwoch
16.9.26
18:30 uhr
10,00 €

Bildrechte: ernster Verlag.
Lesung
Eine Familiengeschichte zwischen Verfolgung, Neubeginn und Erinnerung
Ende der 1920er-Jahre verliebt sich Andrea in Max. Sie heiraten und erwarten ihr erstes Kind. Doch ihr Glück wird durch die Nationalsozialisten zerstört: Max ist Jude und wird unter dem Vorwurf der sogenannten „Rassenschande“ verfolgt und schließlich inhaftiert. Er kehrt nicht zurück.
Andrea muss ihre Tochter Irene allein großziehen. Die beiden kämpfen sich durch die schwierigen Nachkriegsjahre und beginnen, sich ein neues Leben aufzubauen. Irene reist später durch die Welt und geht nach Kanada – doch die Sehnsucht nach ihrem Vater bleibt.
Anhand der Tagebücher ihrer Mutter erzählt Irene Bindel eindrucksvoll die Geschichte ihrer Familie – von der NS-Zeit über die Nachkriegsjahre bis in die 1970er-Jahre. Eine persönliche und bewegende Familiengeschichte, die mehr als ein Jahrhundert umfasst.
Über die Autorin
Irene Bindel wurde 1938 in Berlin als Tochter einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters geboren. Nach einer Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin arbeitete sie unter anderem in der Modebranche, als Vertreterin französischer Spitzenweingüter sowie im internationalen Messe- und Immobilienbereich.
Ihre beruflichen Tätigkeiten führten sie in zahlreiche Länder, darunter Frankreich, Belgien, Kanada, die Schweiz und die USA.
Dienstag
29.9.26
18:00 uhr
10,00 €

Bildrechte: MEDU VERLAG
